Die gebräuchliche Übersetzung von „Do” lautet „Weg”.
Das klingt so, als müssten wir ihn erst finden, um schließlich, irgendwann zu einem bestimmten Ziel gelangen zu können. Dabei liegt der Weg, wie manche Meister betonen, direkt unter unseren Füßen. Wichtiger ist daher die Frage, wie wir uns auf unserem Weg bewegen. Wahrnehmend? Oder träumend? Selbst-bestimmt oder getrieben? Bewusst oder bewusst-los?
Budo ist der auf den Kampftechniken der japanischen Samurai basierende Weg, uns unserer Handlungen, unserer Möglichkeiten, aber auch unserer Verantwortung bewusst zu werden.
Im Budo spiegeln sich unsere Fähigkeiten, unsere Abhängigkeiten und Grenzen, so wie wir ihnen auch im Alltag begegnen. In unserer Übungspraxis spiegelt sich außerdem die Haltung, die wir ihnen gegenüber einnehmen geistig wie körperlich.
Budo lehrt uns, unsere Fähigkeiten in jeder Hinsicht zu entwickeln und Verantwortung für unser Tun zu übernehmen. Mag das Mittel des Lernens daher ein Schwert sein oder ein Stock: Der Weg geht über deren Beherrschung weit hinaus.